Anleitung: Haustür-Aufmaß

Damit beim Einbau auch alles funktioniert, müssen Sie zunächst präzise Maß nehmen. Vergessen Sie aber nicht die Einbauluft sowie den Bodenaufbau zu berücksichtigen.

Breite der Haustür ausmessen

Um die Breite der Haustür zu bestimmen, nehmen Sie mit einem Zollstock von einer Seite zur anderen Maß. Nutzen Sie dazu zwei unterschiedliche Stellen (oberes Drittel, unteres Drittel) und wählen Sie anschließend den kleinsten gemessenen Wert. Denn nicht immer sind die die Wände schnurgerade. Subtrahieren Sie von jeder Seite die benötigte Einbauluft (10 mm jeweils links, rechts und oben) für das Montagematerial ab – dieser Wert bildet die Haustürbreite.

Haustür-Höhe bestimmen

Die Höhe der Haustür ergibt sich aus dem Abstand zwischen Türschwelle und oberen Mauerabschluss. Messen Sie auch hier an mindestens zwei Stellen und nutzen Sie den kleinsten Wert zur Bestimmung des Bestellmaßes. Ziehen Sie dazu oben die entsprechende Einbauluft (10 mm) ab. Übrig bleibt das Gesamtmaß der Haustür-Höhe.

Unser Tipp:

Bestellen Sie bei einer Haustür mit Schwelle zusätzlich eine Rahmenverbreiterung unten mit dazu. Diese kann einerseits für einen Fußbodenaufbau genutzt werden und andererseits für eine höhere Stabilität der Schwellen-Konstruktion in den Boden eingelassen und verschraubt werden.

Damit die Haustür nach der Montage auch ausreichend vor Wind und Nässe schützt ist, muss diese sorgfältig abgedichtet werden. Dafür steht ein schmaler Spalt zwischen Blendrahmen und Mauerlaibung zur Verfügung, in den das Montagematerial wie Dichtband, Bau- oder Dämmschaum eingelassen wird. Dieser Spalt wird auch als Einbauluft bezeichnet, die in der Planung freigelassen wird, um Raum für die Dämmung zu lassen.

Wie viel Einbauluft benötigt wird, ist abhängig von der finalen Größe der Haustür sowie der Farbe des Blendrahmens. Dunkle Dekore dehnen sich bei Hitze stärker aus als helle, sodass hier mehr Platz eingerechnet werden muss. Die genauen Werte entnehmen Sie bitte der obenstehenden Tabelle.

Messen Sie dazu zunächst wie in der Aufmaß-Anleitung beschrieben die Breite und Höhe der Maueröffnung. Anschließend wird die jeweilige Einbauluft an beiden Seiten sowie oben angezogen – das Ergebnis ist das Bestellmaß Ihrer neuen Haustür.

Haustür mit gemauertem Anschlag

Eine Haustür kann auf zwei Arten montiert werden: 1.) Die Montage erfolgt in der Laibung. 2.) Die Tür wird im Anschlag montiert. Bei der Ersten Variante entspricht die Blendrahmenbreite auch direkt dem Sichtmaß, also wie viel man von außen vom Rahmen sehen kann. Wird die Tür aber im Anschlag montiert, weist die Mauer einen Versatz auf, der einen Teil des Blendrahmens verdeckt. Der sichtbare Teil wird auch als Spiegel bezeichnet.

Um sicher zu gehen, dass Ihre Haustür nach dem Einbau auch voll funktionstüchtig ist und Ihren optischen Vorstellungen entspricht, nehmen Sie die oben beschrieben Messungen von innen und außen vor. So wird schnell klar, ob ein Versatz berücksichtig werden muss. Durch eine Rahmenverbreiterungen können starke Unterschiede optisch ausgeglichen werden. Fragen Sie dazu gerne unsere Fachberater nach Ihren Möglichkeiten.

Tipps zum Ausmessen der Hauseingangstür:

  • Das Aufmaß der Haustür sollte vom einbauenden Monteur durchgeführt werden. Baupläne könnten fehlerhaft oder veraltet sein.
  • Nehmen Sie immer an mehreren Stellen Aufmaß und nutzen Sie dann den kleinsten Wert abzüglich der Einbauluft für Ihre Bestellung.
  • Berücksichtigen Sie bei der Bestellung einen eventuellen Mauerversatz, dieser könnte das Ansichtsmaß beeinflussen.
  • Achten Sie drauf die Öffnungsrichtung der Tür bei Ihrer Planung zu berücksichtigen.